Mopz Wanted

Mit 12 Jahren wurde Marius K., der bis dahin seine Kindheit im Sauerland verbrachte, zum ersten Mal aufmerksam auf die Musikrichtung Rap und die damit verbundene Hip Hop Bewegung.
Über Medien und Freunde kam er zunächst in Berührung mit Breakdance. Zusammen mit Jugendlichen aus der Nachbarschaft traf er sich, um Tanzschritte aus Videoclips nachzuahmen und zu trainieren. Aufgrund der damals geringen Informationsquellen und Zugänglichkeiten zur Hip Hop Kultur, pendelte er mit seinen Freunden durch die naheliegenden Orte , um sich mit Gleichgesinnten zu treffen und auf der Straße oder in Jugendzentren zu Breaken, Raptexte zu schreiben oder zu freestylen. Nach und nach bildete sich eine kleine, aber ständig wachsende Community (K.R.I.P.O.= Kollektiv Rockende Individuen Posse) aus Tänzern, Rappern, Djs und Graffitimalern, die versuchten, Parties zu veranstalten und ihre Freizeit gemeinsam kreativ zu gestalten.

Marius war zunehmend begeistert vom Rappen und wandte sich schließlich vom Breaken ab, um sich ganz dem Texteschreiben zuzuwenden. Er nannte sich von da an "Mopz" und gründete unter selbigem Künstlernamen mit einem Aachener Freund und Dj, die Gruppe "Mopz&Melmark".
Gefolgt von ersten Auftritten als Vorgruppe u.a. von Einszwo, Ferris Mc, Ceutzfeld & Jakob, Der Klan, Abztrakt, Lyroholika, Ventura Bros., Tatwaffe, Nina MC, MB 1000, Wu-Tal Family Jam, Chima, Doppelkopf zogen sie innerhalb Deutschlands und teilweise auch Hollands umher und lernten dort immer wieder neue Leute kennen. Es waren nicht die großen Menschenmassen, die sie erreichten, doch man wurde zunehmend auf sie aufmerksam. So auch das Aachener Label "Put da Needle to da Records", das zu jener Zeit einen angesehenen Namen hatte und die beiden im Jahr 2000 unter Vertrag nahm.

Von da an begann die Produktion ihrer ersten Maxi, die 2001 unter dem Namen "Wie alles begann" auf dem Tochterlabel Homerecordings veröffentlicht wurde.
Schnell wurde jedoch klar, dass aufgrund der großen Entfernung und auch unterschiedlicher musikalischer Einflüsse die Zusammenarbeit nicht mehr funktionierte, so dass es zu keinem gemeinsamen Album der Gruppe kam.
Stattdessen entschloss sich Mopz selbst zu entwickeln und umzusetzen, was er sich musikalisch vorstellte.
Er zog nach Köln und begann dort zu studieren. Obwohl viele Bekannte aus der Anfangszeit nicht mehr aktiv waren, fand er in Köln noch immer einen Teil derer, die ihn schon damals begleitet hatten und inzwischen ihr Leben mit der Musik, dem Tanzen, Parties und Veranstaltungen finanzierten.
Während des Studiums nahm Mopz sich die Zeit, seine bis dahin geschriebenen Texte in Songs zu verwandeln und kam voran.
Bei "Put da Needle to da Records" sah das anders aus. Das Label war an einem Krisenpunkt angelangt und konnte Mopz keinen finanziellen Rückhalt mehr leisten.
Er entschloss sich selbst, von Ersparnissen Equipment zu kaufen und Studioarbeiten zu bezahlen.
Als sich Put da Needle dann kurze Zeit später komplett von der Bildfläche verabschiedete, nahm ein Freund aus Köln ihn als "Mopz Wanted" bei dem neugegründeten Label "Pose Off Records" auf.

2004 kommt er nun zurück in die Plattenläden. Die erste Maxiauskopplung trägt den Titel "Von ganzem Herzen" und bringt einen ersten Vorgeschmack auf das darauffolgende Soloalbum "Zeichensprache". Unterstützt wird Mopz von einigen Künstlern, mit denen er seit längeren Jahren musikalisch verbunden ist. Dazugehören Grantill von den Bastlaz, Sinhue von den True Headz sowie die Sängerin Eylem.
11 Tracks wird das Album enthalten, in denen Mopz die vergangenen Jahre und Erfahrungen widerspiegelt und verarbeitet. Diese Zeitachse um die sich das Album dreht lässt das Gesamtergebnis sehr persönlich und reflexiv wirken. Alle Songs wurden komplett von Mopz produziert und aufgenommen und obwohl manche Stücke bereits einige Jahre alt sind, da Mopz zwischenzeitlich blockiert war weiter zu arbeiten, ist er doch froh, dass das Album nun fertig ist. Durch das neue Label hat Mopz erneut einen Rückhalt , was ihm ermöglicht, sich wieder weiteren Poduktionen widmen und mit neuen Ideen experimentieren zu können.
Seine Musik ist voll Poesie, Emotionen und Nachdenklichkeit. Eine Mischung aus bildhafter Sprache und battle lyrics, dreckigen Beats und sanften Melodien. Er kämpft mit Worten ist gesellschaftskritisch, aber immer auch kritisch gegenüber sich selbst, wobei er jedoch stets seiner künstlerischen Freiheit freien Lauf lässt und Einflüsse jeglicher Art in seiner Musik einbringt.

Pose Off Artist Mopz Wanted

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